Das HIS diskutiert
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Das HIS diskutiert: NS-Bildpolitik – Fotojournalistische Reportagen über die "Judenfrage"

Location HIS at home | Beginn: 30.04.2019 19:00 Uhr

Die illustrierte Massenpresse der Nationalsozialisten präsentierte zu verschiedenen Anlässen Fotografien und Fotoreportagen, die Juden und jüdisches Leben unter deutscher Herrschaft zeigten. Sie waren nach dem Novemberpogrom 1938 zu sehen, während des Feldzugs gegen Polen, anlässlich der Filmpremiere von Jud Süß und Der ewige Jude sowie im Zuge der Errichtung der Ghettos im Generalgouvernement. Diese Bilder beeinflussten die Vorstellungen, die sich die Deutschen von der »Judenfrage« und ihrer »Lösung« machten. Welche Strategien genau waren aber mit diesen Bildern verbunden? Welche Wirkungen und Effekte hatten sie? Und lässt sich das im Rückblick überhaupt noch feststellen? Birthe Kundrus und Michael Wildt diskutieren mit Harriet Scharnberg über die politische Funktion von Bildern und die Möglichkeit ihrer retrospektiven Entschlüsselung.

Dr. Harriet Scharnberg, Historikerin; Forscht zum Fotojournalismus im 20. Jahrhundert und arbeitet bei einer Unternehmensberatung für Bildarchiv-Management
Prof. Dr. Michael Wildt, Historiker; Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Birthe Kundrus, Historikerin; Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Hamburg

Eine Veranstaltung der Universität Hamburg, des Verlags Hamburger Edition und des HIS.

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