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Geld als absolutes Mittel? Georg Simmels Geldsoziologie im Lichte gegenwärtiger Banken- und Finanzmarktkrisen

Location HIS at home | Beginn: 15.11.2018 19:00 Uhr

Auch heute noch ist Georg Simmel ein bedeutsamer Anker, um Geld unter die soziologische Lupe zu nehmen. Mit der »Philosophie des Geldes« von 1900 hat Simmel ein nicht leicht zugängliches, aber im Verlauf des 20. Jahrhunderts immer lebhafter diskutiertes Werk vorgelegt, das den kulturellen und sozialen Voraussetzungen und Folgen der modernen Geldwirtschaft nachspürt. Klaus Kraemer vom Institut für Soziologie der Universität Graz wird in dem Vortrag die Aktualität der These Simmels vom Geld als »absolutes Mittel« prüfen. Am Beispiel der jüngsten Banken- und Finanzmarktkrisen seit 2007/2008 und der seitdem zu beobachtenden schrittweisen Zurückdrängung von Bar- durch Giralgeld (cashless society) wird die Tragfähigkeit der These Simmels von der absoluten Verwendbarkeit des Geldes einer kritischen Sichtung unterzogen. Zugleich wird der Vortrag mit empirischen Befunden einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage unterlegt, die im Herbst 2017 durchgeführt worden ist.

Prof. Dr. Klaus Kraemer, Soziologe; Universitätsprofessor für Angewandte Soziologie: Wirtschaft/Organisation, soziale Probleme am Institut für Soziologie der Karl-Franzens-Universität Graz
Moderation: Dr. Aaron Sahr, Philosoph und Soziologe; Wissenschaftler am Hamburger Institut für Sozialforschung


Eröffnungsvortrag des Workshops »Geld und Moderne. Workshop zum 100sten Todestag von Georg Simmel«